Gartenbau im Ammerland

111.000 Euro für Suche nach Torf-Ersatz

Rostrup - Die Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau der Landwirtschaftskammer in Rostrup erhält ab November 111.000 Euro vom Bund für die Erforschung und Erprobung von Torfersatz im Garten- und Landschaftsbau. Diese Information aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium brachte der CDU-Bundestagsabgeordnete Stephan Albani, Obmann seiner Fraktion für Forschung, bei einem Besuch in Rostrup mit. Die Gesamtsumme der Förderung in Höhe von 476.000 Euro verteilt die Landwirtschaftskammer Niedersachsen auf mehrere Standorte, die zum gleichen Thema arbeiten.

Albani gratulierte Einrichtungsleiterin Dr. Gerlinde Michaelis in Rostrup und sagte: „Wenn wir Torf als Pflanzensubstrat ersetzen können, ohne dabei Mikroplastik zu verwenden, dann schonen wir nicht nur die Umwelt. Wir werden als größte Baumschulregion Europas noch interessanter mit unseren Produkten für aufstrebende Märkte wie China und Indien.“ Die Herausforderungen in diesem Sektor seien immens: Allein im Ammerland würden fast 20.000 Gehölzartikel gezüchtet.

Es gebe nicht die eine einzige Rezeptur für die unterschiedlichsten Anforderungen der Kulturpflanzen, wenn der Torfanteil verringert werden soll. „Das aber wollen wir auf ökonomisch darstellbare Weise erreichen und damit das Klima schützen und den natürlichen Lebensraum erhalten.“

Torfabbau setzt in hohem Maße klimaschädliches CO2 frei. Das Projekt TopGA der Landwirtschaftskammer widmet sich ab November der Frage, welche der bisher erprobten Mischungen aus Holz- oder Kokosfasern und Rindenmulch zusammen mit variierenden Düngeanteilen am besten für die wirtschaftliche Produktion bestimmter Kulturpflanzen im größeren Maßstab geeignet sind. Geklärt werden soll auch, ob sich Gärreste und ähnliche nährstoffhaltige Stoffe zur Reduzierung des Torfanteils in Baumschulsubstraten eignen und ob dadurch Phosphor- und Kaliumdünger eingespart werden könne.

 

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