Emder Ökowerk startet neues Projekt zum Mitmachen

Fünf Musterbeete für mehr Vielfalt im Vorgarten

Emden - Für die einen bedeuten sie das Ende des lästigen Unkrautzupfens und Rasenmähens, für andere sind sie bodenversiegelnde und damit klimaschädliche Gärten des Grauens. Fakt aber ist: Schottergärten liegen im Trend. Dem möchten das Borssumer Ökowerk, die Stadt Emden und die niedersächsische Bingo-Umweltstiftung mit dem neuen Projekt „Vielfalt im Vorgarten“ etwas entgegensetzen. Dazu hat das Ökowerk-Team fünf Musterbeete zum Nachahmen konzipiert, die nicht nur Insekten vom Frühjahr bis zum Herbst Nahrung bieten, sondern auch pflegeleicht und trotzdem optisch ansprechend gestaltet sind. In der ersten Folge stellen wir das Halbschattenbeet im Stadtgarten vor.

Die Ökowerk-Gärtnerinnen Heidi und Petra Schwarze haben bei diesem Beet, das als einziges der fünf Anschauungsobjekte mitten in der Stadt liegt, aus dem Vollen der bunten Staudenwelt (plus Bodendecker) geschöpft. „Dieses Beet geht über die normale Vorgartengröße sicher etwas hinaus“, räumt Ökowerk-Geschäftsführerin Dr. Katharina Mohr ein. „Aber wir hatten das Glück, dass der Bau- und Entsorgungsbetrieb die Beete im Stadtgarten erweitert hat und wir den dabei entstandenen neuen Bereich nutzen durften.“ Dieser dient nun gleichzeitig auch als blühende City-Werbetafel für die Borssumer Einrichtung. Daher werden hier auch mehr Schaupflanzen präsentiert als bei den vier kleineren Musterbeeten auf dem Ökowerk-Gelände.

Hier im Stadtgarten sind es knapp 30 unterschiedliche Arten, ausgesiebt unter anderem aus der Vorschlagsliste der Bingo-Umweltstiftung. Diese fördert das zweijährige Gesamtprojekt (das neben den Musterbeeten künftig noch weitere öffentlichkeitswirksame Komponenten enthalten wird) mit 29000 Euro. Die Stadt gibt 25000 Euro dazu.

Trotz der Maxi-Größe im Stadtgarten wurde auch hier auf ein farblich abgestimmtes Konzept geachtet, um es Nachahmern leichter zu machen. Allen Pflanzen gemein ist aber, dass sie in halbschattigen Gärten der niedersächsischen Tiefebene zurechtkommen, sogenannten Beikräutern wenig Verbreitungschance lassen und jedes Jahr wiederkommen, wenn man bei der Anlage des Beets auf ein paar Dinge achtet (siehe Infokasten). Mohr: „Wir haben das Beet zudem hügelig angelegt und auch drei Insektenhotels hineingestellt.“ Wer den Pflanzplan dazu gleich mitnehmen will, kann das auf digitalem Wege: Das Projektschild mit dem von Otto Waalkes gestalteten Logo hält einen QR-Code zum Abscannen mit dem Smartphone bereit.

Die vier Musterbeete im Ökowerk kann man sich zu folgenden Öffnungszeiten anschauen: montags bis donnerstags 7.30 bis 15.30 Uhr, freitags 7.30 bis 12.30 Uhr (zudem bis einschließlich 26. September auch sonntags 14 bis 18 Uhr). Das Beet im Stadtgarten ist rund um die Uhr zu sehen.

 

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