Staudengarten

Fetthenne lockt Schmetterlinge

Am bekanntesten sind dabei die vielfach gelb blühenden Polsterstauden im Steingarten, wie der beliebte Mauerpfeffer. Von Sedum aus der Familie der Dickblattgewächse gibt es immerhin über 500 Arten und unzählige Sorten. Neben den bekannten niedrigen sommerblühenden Polster bildenden Stauden gibt es auch buschige, bis zu 50 cm hohe Arten, die jetzt im Herbst vom September bis Oktober blühen.

Fleischige Blätter

Zu diesen Fetthennenarten gehören zahlreiche Sorten von Sedum spectabile und Sedum telephium, die in den gemäßigten Zonen der nördlichen Halbkugel beheimatet sind. Sie bilden dichte Büsche mit aufrechten Trieben; die leicht gezähnten ovalen Blätter sind fleischig und von grünlicher bis bläulicher Farbe. Den Namen Fetthenne oder Fettblatt verdanken diese Pflanzen ihren fleischigen Blättern, in denen für Trockenperioden Vorräte gespeichert werden. Jetzt im Herbst bilden sich an jeder Triebspitze die großen schirmartigen Blütendolden mit ihren zahlreichen rosaroten bis bräunlich roten Einzelblüten. Sie sind ein Anziehungspunkt für Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten, die hier noch einmal reichlich Nahrung finden.

Im Gegensatz zu den Polster bildenden Sedum - Arten verlangen die buschigen Sorten einen etwas feuchteren und nahrhafteren Boden an einem vollsonnigen Stand. Probleme kann es nur auf sehr schweren, verdichteten Böden geben, wo es nach kräftigen Niederschlägen und der damit verbundenen Staunässe zur Fäulnis der Wurzeln kommen kann.

Guter Wuchs in Töpfen

Als Nachbarschaftspflanzen eignen sich neben Zwergkoniferen und herbstfärbenden Gräsern alle Herbstblüher, wie Astern, Goldrute und Chrysanthemen, aber auch blauer Salbei und niedrige Edeldisteln, die noch bis zu den ersten stärkeren Frösten blühen. Aber auch für das mobile Grün sind derartige Fetthennen brauchbar; in Töpfen auf der Terrasse oder in Balkonkästen wachsen sie unproblematisch und sorgen dort für Farbtupfer im Herbst.

Bei guten Bedingungen entwickeln sich diese Fetthennenarten zu großen Büschen, und es kommt so gut wie nie zu Ausfällen, weil die Stauden bei uns vollkommen winterhart sind. Durch Teilung im Herbst oder durch Triebstecklinge im Sommer lassen sich Fetthennen unproblematisch vermehren. Nach der Blüte stirbt die Pflanze im Spätherbst oberirdisch ab; das holzige Kraut behält aber über Winter, besonders von Raureif überzogen, eine faszinierende Schönheit. Es wird erst zeitig im Frühjahr zurückgeschnitten, ohne dabei die zarten neuen Triebspitzen zu beschädigen.

 

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