Landschaftsgärtner

Vom Straßenbauer bis zum Pflanzenkenner

Wildeshausen - Beim diesjährigen Landschaftsgärtner-Cup nahmen insgesamt zwölf Azubi-Duos aus Niedersachsen und Bremen teil. Unter den Teilnehmern war mit Ronja Beneke nur eine Frau. Sie aber zeigte es den Herren der Schöpfung. Zusammen mit ihrem Partner Levi Ellmers holte sie den Siegerpokal. In einem exklusiven NWZ-Interview bringt uns die 23-Jährige diesen Grünen Beruf näher.

Warum hast du dich für den Beruf Landschaftsgärtnerin entschieden und für keinen anderen grünen Beruf?

Nach meinem Abitur habe ich ein Freiwilliges Soziales Jahr beim Verein Naturschutzpark (VNP) in der Lüneburger Heide gemacht. Die ersten Monate habe ich auf einem kleinen Bauernhof gearbeitet und später in der Forstwirtschaft. Gerade diese Zeit hat mich geprägt. Eine Kollegin erwähnte, dass besonders Landschaftsgärtner gesucht werden. Das Anforderungsprofil in diesem Beruf gefiel mir und so habe ich mich bei „Garten-und Landschaftsbau Uwe Krebs“ in Uhlhorn beworben und konnte auch gleich ab August 2018 meine Ausbildung beginnen.

Was magst du an Deine Arbeit am liebsten?

Genau diese Vielfalt zwischen „Straßenbauer“ und „Pflanzenkenner“. Das ist der Reiz in diesem Beruf. Dazu bin ich gerne kreativ, besonders wenn es Neuanpflanzungen und um die Auswahl der Pflanzen geht.

Und was magst du gar nicht?

Pflastern auf der Süd-Terrasse im Hochsommer. Viel Sonne und wenig Schatten, das ist dann keine einfache Arbeit.

Hast du während der Ausbildung ein (unerkanntes) Talent bei dir entdeckt?

Pflanzenbestimmung, da kenne ich mich mittlerweile sehr gut aus.

Was bedeutet es für dich, täglich im Gartenbau zu arbeiten?

„Arbeitsplatz Natur“ etwas Schöneres kann ich mir nicht vorstellen. Dazu sehe ich am Abend, was wir tagsüber geschafft haben.

Hat es eine Frau schwerer in diesem Beruf?

Bedingt, in jedem Handwerksberuf muss sich eine Frau erst beweisen.

Was würdest du einem potenziellen Bewerber als Gärtner oder Gärtnerin mit auf dem Weg geben – besonders den Frauen?

Den Kolleginnen gebe ich den Rat: Nicht unterkriegen lassen und nicht alles hinnehmen. Ganz wichtig aber ist: Offen sein für alle Bereiche, die der Garten- und Landschaftsbau mit sich bringt.

Was wünscht du dir für die Zukunft?

Als erstes steht jetzt bei mir ein praktisches Jahr im europäischen Ausland an. Anfangen werde ich in Reykjavik (Island) und im neuen Jahr arbeite ich dann zunächst in Spanien und dann noch in anderen Ländern, die noch nicht feststehen. Anschließend möchte ich gerne in einen Betrieb, der mit Natursteinen arbeitet.

 

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