Kolumne

Die kranke Bauchspeicheldrüse (Pankreas)

Etwa 10 Prozent der Weltbevölkerung erkranken an der Bauchspeicheldrüse. Dieses etwa 18 cm lange schlanke Organ liegt im Oberbauch hinter dem Bauchfell und lässt sich im Gegensatz zu anderen Bauchorganen nur sehr schlecht mittels der Betastung des Bauchraums beurteilen.

Während sich die akute Entzündung des Pankreas durch die massiven Schmerzen und durch erhöhte Blutwerte (Lipase) sehr gut diagnostizieren lässt und in der Regel auch Auslöser gefunden werden können (massiver Alkohol-und Fettgenuss) oder eine Verlegung des Pankreasganges durch einen Gallenstein (circa 40 Prozent), die mittels Ultraschall oder Endoskopie sehr zügig erkannt werden kann, so ist die Diagnostik der bösartigen Krankheiten des Pankreas, deutlich schwieriger. Hierbei handelt es sich häufig um einen Zufallsbefund.

Ein weiteres Problem der Diagnostik ist die Abgrenzung von der Chronischen Pankreatitis. Bei der Befragung finden sich oft ein langdauernder Alkoholmissbrauch, immer wieder Schmerzen, Gewichtsverlust und Durchfälle. Da die Bauchspeicheldrüse auch Insulin produziert, besteht nicht selten zusätzlich ein Diabetes.

Sogenannte Funktionstests sind aufwendig und heute durch bildgebende Verfahren wie Ultraschall, CT oder endoskopischen Ultraschall abgelöst. Die obengenannten Symptome treten auch beim Pankreaskarzinom auf, sind aber leider oft erst spät im fortgeschrittenen Stadium auffällig. Wie erreicht man unter diesen Bedingungen eine Frühdiagnostik, wie sie zum Beispiel beim Dickdarmkarzinom etabliert ist?

Ein Faktor ist die Familienvorgeschichte: Zwei Verwandte ersten Grades, die betroffen sind, sind ein Hinweis. Es gibt zudem sogenannte Risikofaktoren, die gesichert sind: 1. Rauchen 2. Fettreiche Ernährung 3. Diabetes mellitus 4. Chronische Pankreatitis 5. BMI über 30 6. Pestizide

Als Basisuntersuchung gilt der Ultraschall über die Bauchdecke. Allerdings muss diese Untersuchung neben der besonderen Expertise des Untersuchers gute Untersuchungsvoraussetzungen haben, beispielsweise sehr wenig Darmgas und keine Adipositas.

Als weiteres Verfahren mit guten Ergebnissen ist die Mehrzeilen-CT als Standardmethode zu bewerten. In der Bildgebung hat sich die Ultraschalluntersuchung, in Kombination mit der Endoskopie, als ein besonders zuverlässiges Verfahren in der Differenzierung der verschiedenen Pankreaserkrankungen erwiesen.

Leider sind fast alle Symptome, die auf eine bösartige Krankheit der Bauchspeicheldrüse hinweisen, völlig unspezifisch und treten oft erst sehr spät auf.

Aus diesem Grund sind auch die Behandlungsverfahren, einschließlich der Operation, nur dann mit einer Heilung verbunden, wenn das Tumorleiden sehr früh entdeckt wird und mittels OP geheilt werden kann.

Die Betreuung dieser schweren Krankheit sollte immer, wegen der im allgemeinen schlechten Prognose, die den Patienten und sein Umfeld erheblich belasten und sein Leben verändern, im Rahmen eines sehr gründlichen aufklärenden ärztlichen Gesprächs und Beratung durch den Hausarzt und das onkologische Team erfolgen.

Dr. Gerd Pommer Internist in

Oldenburg

 

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