Schulgarten in Jeddeloh I

Mit Schaufel und Harke im Hochbeet

Jeddeloh I - Da steht sie: ein Schubkarre voll mit Pferdemist. „Der muss ins Hochbeet hinein“, sagt Lehrerin Kai Fairbairn zu den Schülerinnen und Schüler der Klasse 3b der Grundschule Jeddeloh. Also die Schubkarre hochgehoben und rein ins Beet. Von Ekel ob der tierischen Hinterlassenschaften keine Spur. Denn die Kinder sind die Arbeit im Schulgarten gewohnt. Jede Woche ist eine Klasse der dritten und vierte Jahrgangs oder die Schulgarten AG vor Ort, arbeitet im Garten, kümmert sich um die Pflanzen und erntet Obst und Gemüse.

Wachstum fördern

Zu tun gibt es im Garten, das weiß jeder Gartenbesitzer, das ganze Jahr über etwas. Und so sind auch die Jeddeloher Grundschüler im November noch aktiv. Heute ist die Pflege der Hochbeete dran. Diese sind mittlerweile in einem nicht mehr genutzten Gewächshaus untergestellt und kommen erst im Frühjahr wieder ins Freie. „Damit die Pflanzen dann wieder ordentlich wachsen, muss die Humuserde erneuert werden“, erklärt Anke zu Jeddeloh. Auf ihrem Grundstück ist der Schulgarten angelegt worden. Ursprünglich befand sich der Garten noch näher an der Schule, auf einem nicht mehr genutzten Acker. Nach dem Umzug von Anke und Brun zu Jeddeloh zog der Schulgarten einfach mit um. Im vergangenen Jahr wurde der Garten umzäunt, um Gemüse und Blumen vor den Rehen zu schützen. Auch eine Streuobstwiese wurde auf dem Gelände angelegt.

Neue Gartengeräte

Doch zurück zur Arbeit am Hochbeet. Diese geht mit den neuen Gartengeräten, gespendet vom Förderverein der Grundschule, deutlich leichter von der Hand. Die 2. Vorsitzende Sylke Runge ist heute mit dabei im Schulgarten. 250 Euro hat der Förderverein für die Anschaffung der Geräte gespendet. Angesichts der Freude, mit der die Kinder bei der Sache sind, ist das gut investiertes Geld.

Denn die Stimmung unter den Nachwuchsgärtnern ist gut. „Klar macht uns das Spaß“, sagen die Kinder übereinstimmend. Auch zuhause wird fleißig gegärtnert. „Wir haben mehrere Obstbäume und Gemüsebeete im Garten“, sagt ein Mädchen. Bei ihren Mitschülern sieht es ähnlich aus, bis hin zu eigenen Beeten. Was sie im Schulgarten lernen, können sie daheim direkt anwenden und die Eltern tatkräftig unterstützen.

Garten-Kreislauf

Kai Fairbairn betreut an der Grundschule Jeddeloh die Arbeit im Schulgarten. Dass das ganze Jahr über gearbeitet werde, sei wichtig. „Die Schülerinnen und Schüler sollen den ganzen Kreislauf im Gartenjahr kennenlernen, vom Säen über das Wachsen bis zur Ernte“, erklärt die Lehrerin, die vorm Eintritt in den Schuldienst eine Ausbildung zur Baumschulgärtnerin absolvierte. Derzeit ist die Arbeit nur im Klassenverband möglich. Die Corona-Regeln lassen ein Mischen der Schüler nicht zu. Das geerntete Obst und Gemüse verzehren die Grundschüler übrigens selber, entweder vor Ort im Garten oder in der Schule. „Auch Gemüse, das sie nicht kennen“, sagt sie. In der Gruppe werde so etwas auch eher probiert.

 

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