Stunde der Wintervögel

Fettes Futter lockt neugierige Vögel in den Garten

Norden - Das große Zählen hat begonnen: Vom 6. bis zum 9. Januar ruft der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) bundesweit wieder zur „Stunde der Wintervögel“ auf. Eine Stunde lang sollen dabei alle Vögel im heimischen Garten, auf Balkon und Terrasse gezählt werden. Doch wie lassen sich diese besonders gut beobachten? Hobby-Ornithologe und Nabu-Mitglied Kersten Ebel aus Norden gibt Tipps.

Futterstelle im Garten

„Am Besten ist es, wenn man eine Futterstelle im Garten hat“, sagt der 54-Jährige. Vom Fenster aus ließen sich die Vögel so am einfachsten beobachten. Und nicht nur das: Eine Futterstelle weckt auch die Neugierde der Tiere, weiß Ebel, der schon als Kind eine Leidenschaft für Vögel entwickelt hat. „Da kommen dann auch Amseln, die nicht so sehr auf das Futter angewiesen sind.“

Die eigene Mischung macht’s

Beim genannten Futter empfiehlt Ebel allerdings, selbst eine Mischung zusammenzustellen, statt die abgepackten Säcke aus dem Supermarkt zu verwenden. Die enthielten nämlich oft Samen, die wenig ertragreich für die Vögel seien, wie Hanfkörner oder Haferflocken. „Und da müssten die Vögel dann Unmengen von fressen“, sagt der Vogelkenner. Viel besser seien hingegen Sonnenblumenkerne und Erdnüsse. „Die sind im Winter ganz wichtig, weil sie besonders fettreich sind.“ Ebel kauft diese deshalb immer sortenrein und mischt sie gemeinsam mit getrockneten Mehlwürmern aus dem Tiermarkt und Rosinen, um das natürliche Fettfutter aus dem Sommer zu ersetzen. Das sei das teurer als die Mischungen, nütze den Tieren aber auch deutlich mehr.

Frühjahrsputz der Nistkästen

Doch nicht nur das Anmischen von Vogelfutter steht bei Ebel derzeit ganz oben auf der Liste, der Hobby-Ornithologe hat in diesen Tagen auch damit begonnen, die Nistkästen zu reinigen. „Eigentlich mache ich das immer nach dem letzten Frost des Jahres, aber wir hatten ja schon guten Nachtfrost.“ Dieser sei wichtig, damit mögliche Parasiten, die sich in den Kästen tummeln, absterben. Trotzdem sollten bei der Reinigung Handschuhe getragen werden. Ebel: „Es gibt auch Parasiten wie den Hühnerfloh, wenn man den ins Haus schleppt, muss man jede Menge Wäsche waschen.“ Doch die Handschuhe haben noch einen anderen Grund: „Damit der Geruch vom Menschen nicht am Kasten haftet.“

Winterliches Schlafquartier

Ist die Niststelle ausgebürstet, spült das Norder Nabu-Mitglied sie noch einmal mit Seifenlauge aus – „ganz ohne Chemie“. Das sei wichtig, um Schädlinge wie die rote Vogelmilbe abzutöten. Anschließend hängt er die Kästen wieder an ihren Platz „und dann gehe ich da auch nicht mehr ran“, betont Ebel. Auch, weil viele Vögel die Kästen im Winter nachts zum Schlafen nutzen. Einmal im Jahr sollte die Niststelle aber auf jeden Fall gereinigt werden, rät der 54-Jährige.

 

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