Kräuter

Winterkresse sorgt für Würze

In Kräutergärten ist das Barbarakraut vielerorts nur selten anzutreffen, da die Pflanze leider in Vergessenheit geraten ist. Dabei ist sie im kontinentalen Europa beheimatet und wächst auch an für sie günstigen Stellen in der Natur. In alten Kräuterbüchern wurden die Blätter dieser Pflanze bereits als Mittel gegen Skorbut empfohlen. Auch wenn diese Vitaminmangelkrankheit, unter der früher häufig Seefahrer litten, heute kein Problem mehr ist, empfiehlt sich ein Anbau dieses immergrünen Krautes.

Das Barbarakraut, auch Winterkresse genannt, Barbarea vulgaris, gehört nämlich zu den wenigen Pflanzen, die im Winter, erst recht bei milder Witterung, ständig geerntet werden können. Die Blätter sind reich an Vitaminen, und ein Butterbrot mit fein gehackten Kräutern im Winter ist neben der wichtigen Vitaminzufuhr ein Geschmack an Würze und Frische, der für diese Jahreszeit einmalig ist.

Das Barbarakraut schmeckt intensiv und würzig bis scharf, ähnlich wie Garten- oder Brunnenkresse, und lässt sich gut mit anderen Kräutern mischen, sei es zum Kräuterquark, zu Rohkost oder mit Spinatblättern zu Salaten. Stehen große Mengen an Blättern zur Verfügung, lohnt sich auch die gedünstete Zubereitung in Butter, die ein wohlschmeckendes spinatähnliches Gemüse ergibt. Die Winterkresse gehört zu den Kräutern, die frisch verzehrt werden; eine Konservierung lohnt sich nicht.

Das Barbarakraut ist eine zweijährige Pflanze und wird im Garten im Frühjahr oder August an einem feuchten, etwas schattigen Platz ausgesät. Der Aussaattermin legt auch den Erntezeitpunkt fest, der sich bei Frühjahrsaussaat vom Frühsommer bis Herbst und bei einer Augustaussaat von Herbst bis Frühjahr erstreckt.

Ein schwerer Boden ist für die Pflanzen am besten. Der Abstand zwischen den Pflanzenreihen beträgt 20-30 cm und in der Reihe 20 cm; sie sollten nicht zu dicht gepflanzt werden. Im Sommer mulcht man zwischen den Pflanzen mit Grasschnitt oder ähnlichem, damit der Boden nicht austrocknet.

Bei anhaltender Trockenheit muss ausreichend gegossen werden. Die kleinen Pflanzen entwickeln rasch einen verzweigten Wurzelstock und im ersten Jahr dicht am Boden eine Blattrosette mit gefiederten Blättern von intensiver grüner Farbe. Diese Blätter können vom Spätherbst bis zum Frühjahr geerntet werden. Im zweiten Jahr bildet sich im Frühjahr ein verästelter Stängel mit gelben Blüten, die Senfpflanzen recht ähnlich sehen.

Es lohnt sich, ein, zwei Pflanzen bis zur Samenreife gelangen zu lassen. Denn erst einmal im Garten heimisch geworden, sät sich das Barbarakraut von selbst wieder aus, und jährliche Folgeernten sind vorprogrammiert.

 

Blaulicht-Ticker

Weitere interessante Artikel

Naturschutz in Oldenburg

Nabu verteilt kostenloses Saatgut für Hobbygärtner

Moin Gärten in Vechta werden abgebaut

Blühende Oasen zu verschenken

Stammtisch-Partnerschaft Jever-Lüdinghsusen

Fünf Maria-Rosen stehen für Freundschaft

Schulgarten neues Gymnasium Oldenburg

"Die Wertschätzung nicht vergessen"

Outdoor-Wohnzimmer

Gemütliche Sitzplätze im Garten gestalten

Gartenparty

Bunte Tafel locker arrangiert

Energieeffizienz

Draußen gehts auch mal ganz ohne Strom

Salbei

Gallen an Laubgehölzen

Eichenprozessionsspinner im Landkreis Leer

Das macht die Raupe so gefährlich

Gärtner gibt Tipps in Peheim

Mit der Wünschelrute auf Problemjagd in der Natur

Landkreis Oldenburg

Wettbewerb für klimafreundliche Gartenbesitzer

Nabu Oldenburg gibt Tipps

"Leben und leben lassen" gilt auch für Wespen

Gärten in Jade

Plattdeutsche Geschichten im grünen Gartenparadies

Heckenscheren

Wie Hecken gut in Form bleiben

Hummelnest

Der richtige Umgang mit Hummelnestern im Garten