Tropengewächs

Hibiskus beliebter Dauerblüher

Er stammt aus den Tropen und ist dort der am häufigsten gepflanzte Zierstrauch. In Hawaii, wo der Hibiskus Nationalblume ist, gibt es über 2000 Sorten. Die bei uns aus dem Chinesischen Roseneibisch für die Zimmerkultur gezüchteten Sorten unterscheiden sich durch Blütenfarben in Gelb, Orange, Rosa und Rot; die Blüten können zudem zweifarbig, einfach oder gefüllt sein.

Hibiskus gehört zu den dankbaren, unproblematischen Zimmerpflanzen, die bei guter Pflege fast ganzjährig blühen. Die einzige Voraussetzung ist ein warmer Stand bei Temperaturen zwischen 17 und 28 Grad Celsius. Da die Pflanzen auch gut Sonne vertragen können – mit Ausnahme von Prallsonne hinter der Fensterscheibe – sind sie ideal für einen Stand im beheizten Wohnzimmer. Um die dort geringere Luftfeuchtigkeit auszugleichen, wird häufiger mit warmem Wasser gesprüht. Bei einem warmen Stand ist die ausreichende Versorgung mit Wasser besonders wichtig, da Ballentrockenheit ebenso wie eine Änderung des Lichteinfalles zu Knospen- und Blattfall führt. Verwendet wird warmes, abgestandenes Wasser, dem alle zwei Wochen etwas Flüssigdünger beigefügt wird. Nur bei einem kühleren Stand über Winter wird eine Wachstums- und Blühpause eingelegt, der Wasserbedarf ist geringer, und auf eine Düngung kann verzichtet werden.

Ein Läusebefall ist bei Hibiskus häufig zu beobachten und kann gerade bei wärmerer Überwinterung lästig werden, da die Blattläuse auch Knospen und Blüten befallen. Bei einem geringen Befall reicht es meist schon aus, die Läuse im Abstand von einigen Tagen mit einem zimmerwarmen Brausestrahl abzustreifen. Bei hartnäckigem Befall hilft aber nur eine mehrfache Behandlung weiter. Eine zwei- bis dreimal durchzuführende Spritzung im Abstand von einer Woche bis zu zehn Tagen ist erforderlich. Geeignet sind preiswerte, selbst herzustellende Schmierseifen-Lösungen; dazu werden 20 g Schmierseife in etwas heißem Wasser aufgelöst und anschließend mit kaltem Wasser auf 1 Liter aufgefüllt. Zu den empfehlenswerten käuflichen Mitteln gehören Produkte auf Basis von Kaliseife oder Rapsöl, die für Mensch und Haustier ungiftig sind.

Hibiskus, der von Natur aus ein Strauch mit einer Wuchshöhe von bis zu zehn Metern ist, zeigt sich auch in der Zimmerkultur sehr wuchskräftig. In der Wohnung hält man ihn durch Schnitt kurz, in Gärtnereien wird er häufig durch Wuchshemmstoffe niedrig gehalten. Spätestens wenn die Vitalität abnimmt, was sich an kleineren Blättern und Blüten zeigt, ist es höchste Zeit, zur Schere zu greifen; ein optimaler Zeitpunkt ist der Mai. Je nach Wachstum können die kräftigen Triebe bis zur Hälfte eingekürzt werden, um ein buschiges Wachstum zu fördern. Empfehlenswert ist es auch, zu diesem Zeitpunkt umzutopfen und den Ballen in frische Erde in einen etwas größeren Topf zu stellen.

Über Sommer kann der Hibiskus dann einen Aufenthalt im Freien an einem sonnigen Stand gut vertragen, wobei darauf zu achten ist, dass der Ballen nie austrocknet und regelmäßig gedüngt wird.

 

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