Der Weg aus der Sucht

Nordenhamer Selbsthilfegruppen bieten Hilfe an

Nordenham - Selbsthilfegruppen leben von der persönlichen Begegnung ihrer Mitglieder. Das gilt selbstverständlich auch für Menschen, die eine Sucht bekämpfen. In Nordenham gibt es mehrere Gruppen, in denen sie sich treffen können. Mit Beginn der Corona-Pandemie war das aber gar nicht oder nur eingeschränkt möglich. Kein Wunder, dass Corona nicht spurlos an den Menschen vorüber gegangen ist.

„Es gibt uns noch“: Diese Botschaft ist den Selbsthilfegruppen wichtig. Zurzeit findet bundesweit die „Aktionswoche Alkohol“ statt. Thematischer Schwerpunkt ist die Suchtselbsthilfe. Die Nordenhamer Selbsthilfegruppen wollen die Kampagne nutzen, um auf sich aufmerksam zu machen.

Fachstelle Sucht

Unterstützung bekommen die Selbsthilfegruppen von der Fachstelle Sucht der Diakonie. Leiterin Birthe Voß weist darauf hin, dass die Pandemie die Selbsthilfe vor große Herausforderungen gestellt hat. Gruppenabende konnten zeitweise nicht mehr stattfinden. Es galt, neue Kommunikationsformen zu finden. Das klappte je nach Gruppe mehr oder weniger gut. Der Kontakt unter den Betroffenen ist aber nie abgerissen.

Vertreter der Selbsthilfegruppen haben jetzt in einem Pressegespräch deutlich gemacht, mit welchen Problemen sie während der Pandemie zu kämpfen hatten. Helmut von den Anonymen Alkoholikern berichtet, dass sich viele Gruppen aufgelöst haben. „Bei uns ist das zum Glück nicht geschehen.“ Regelmäßige Treffen seien fast durchgängig möglich gewesen. Stefan Prietzsch von der Freien Selbsthilfegruppe Spiel- und Mediensucht, macht kein Geheimnis daraus, dass er während der Pandemie kurz vor einem Rückfall in alte Verhaltensmuster gewesen sei.

Insgesamt seien sie aber gut durch die Pandemie gekommen, berichten die Vertreter der Nordenhamer Selbsthilfegruppen. Die Gruppen seien überwiegend stabil geblieben, neue Mitglieder seien aber nicht dazugekommen.

Selbsthilfe wirkt

Olaf Gansch von der Freien Selbsthilfegruppe Einswarden macht deutlich, wie wichtig diese Gruppen sind. „Selbsthilfe wirkt“, sagt er. „Viele Mitglieder habe ihre persönliche Erfolgsgeschichte und können davon erzählen. Das gegenseitige Zuhören ist wichtig.“

Olaf Gansch vergleicht den Weg aus der Sucht mit einer Fahrt in einem Fahrstuhl. „Man steigt im Keller ein, irgendwann landet man aber oben im Penthouse. Oft geht es nur langsam voran, aber Selbsthilfe wirkt nachhaltig.“ Davon ist Olaf Gansch überzeugt.

Wie Birthe Voß weiter mitteilt, unterstützen die Gruppen Suchtkranke und deren Angehörige vor, während und nach einer sozialtherapeutischen oder medizinischen Behandlung, aber auch unabhängig davon. Nicht alle Abhängigkeitskranke benötigten eine medizinische Rehabilitation. Manchen helfe bereits der regelmäßige Besuch einer Selbsthilfegruppe auf dem Weg in ein suchtfreies Leben.

 

Blaulicht-Ticker

Weitere interessante Artikel

Wildeshauser Stadtrat

UWG-Fraktion stellt Antrag gegen Schottergärten

Privatgärten in Ostfriesland öffnen ihre Pforten

Rosenduft und Farbenpracht hinter Nachbars Hecke

Staudengärten im Ammerland geöffnet

Hier stehen Stauden im Mittelpunkt

Projekt

Die Geschichte der seltenen Genter Azaleen

Veranstaltung bei Westerstede

Landpartie in Burgforde am Wochenende

Offene Gartenpforte Wesermarsch

In der Blumenpracht "Piepenbrinks Hochzeit" lauschen

Ausflugstipp

Rosen-Rundtour in Ostfriesland

Tag der offenen Gärten im Jeverland

Naherholung gleich hinter dem Haus

Zweiter "Tag der offenen Gärten" in diesem Jahr

Gartentore öffnen im Ammerland für Besucher

IGS KREYENBRÜCK

Ackerdemie und Tulpenzwiebeln für Brot

Blattkäfer

Schmetterlinge

Schutz für Falter

Duftende Geranien für Kübel und Töpfe

Geringerer Verbrauch trotz Hitzewelle

OOWV ruft zum Wassersparen auf - Tipps zur Umsetzung

OOWV gibt Tipps

Wasser sparen trotz Hitzewelle - Geringer Verbrauch sichert Versorgung

FLOWER GIRLS

In kleinen Schritten zum Großprojekt Garten