Infektionskrankheiten

Im Sommer verstärkt auf die Darmgesundheit achten

Oldenburg - Da die Urlaubszeit wieder beginnt und die Menschen deutlich mehr reisen, besteht eine Zunahme der Infektionsmöglichkeiten des Darmes. Die Dunkelziffer, wie häufig Infektionen vorgelegen haben, ist, da viele Erkrankungen bis zur Rückkehr abklingen oder das Krankheitsbild nicht mehr sehr ausgeprägt ist, sehr hoch. Damit ist auch der Nachweis eines Erregers nach Abklingen der Akutsymptomatik nicht mehr sinnvoll. Symptome sind wässrige Durchfälle verbunden mit Bauchkrämpfen, manchmal mit Fieber und Erbrechen.

Als Infektionsquelle gelten häufig Nahrungsmittel (Geflügel, Eier, rohes Fleisch und Fisch). Neben Rota- und Noroviren kommen als Erreger Salmonellen und Campylobacter infrage. Bei kürzlich beendeten Reisen finden sich Amöben, Shigellen und Salmonellen. Eine kurzfristig zurückliegende Antibiotikaeinnahme ist nicht selten mit Clostridien difficile verbunden. Häufig ist der Kontakt mit Personen des persönlichen Umfeldes, die erkrankt sind, ein Hinweis auf den Erreger. Als Warnsymptome gelten ein längerer Verlauf mit hohen Stuhlfrequenzen (mehr als sechsmal pro Tag) und hohes Fieber. Dabei ist mit einem Flüssigkeitsdefizit zu rechnen. Sind die Durchfälle blutig, muss eventuell auch eine stationäre Aufnahme veranlasst werden. Eine mikrobiologische Untersuchung des Stuhls ist bei unkompliziertem Verlauf überflüssig und diagnostisch nur selten hilfreich. Es gibt, sofern eine Stuhluntersuchung erforderlich ist, seit einiger Zeit die Multiplex-PCR-Untersuchung, die deutlich mehr positive Befunde im Sinne eines Erregernachweis ermöglicht.

Die Basis der Behandlung ist eine rasche und reichliche Flüssigkeitszufuhr. Die Gabe von Salzstangen und kreislaufanregenden Getränken (Cola) ist sicher eine Hilfe. Eine der häufigsten Ursachen für eine Durchfallkrankheit ist eine Infektion mit Salmonellen. Menschen, die in der Nahrungsmittelindustrie arbeiten, sollten bei Durchfallerkrankungen auf Salmonellen untersucht werden. Die Infektion mit Clostridium diff. tritt am häufigsten nach Gabe von Antibiotika der Klasse Cephalosporine auf. Hier hat sich in den letzten Jahren neben einer antibiotischen Behandlung der Transfer von fäkalen Mikrobiotika bewährt. Eine Infektion mit Campylobacter ist meist durch verunreinigte Lebensmittel bedingt. Unzureichend erhitztes oder kontaminiertes Geflügel und seine Produkte sind die wesentlichen Ursachen. Nur bei sehr schwer Erkrankten wird man eine antibiotische Behandlung einleiten.

Leider hat sich die Resistenzlage gegenüber Antibiotika durch zu großzügige Anwendung in den letzten Jahren deutlich verschlechtert. Bei Menschen mit einer chronisch entzündlichen Darmkrankheit (Colitis ulcerosa oder M. Crohn) kommt es manchmal zur Infektion mit einem Cytomegalie-Virus. In diesen Fällen ist eine virustatische Behandlung erforderlich. Auch wenn die Mehrzahl der Infektionen spontan ausheilen, so ist bei einem längeren Verlauf und einer Verschlechterung des Allgemeinbefindens und bei Menschen mit anderen ernsten Krankheiten eine ärztliche Beratung und Diagnostik anzuraten.

 

Blaulicht-Ticker

Weitere interessante Artikel

Wildeshauser Stadtrat

UWG-Fraktion stellt Antrag gegen Schottergärten

Privatgärten in Ostfriesland öffnen ihre Pforten

Rosenduft und Farbenpracht hinter Nachbars Hecke

Staudengärten im Ammerland geöffnet

Hier stehen Stauden im Mittelpunkt

Projekt

Die Geschichte der seltenen Genter Azaleen

Veranstaltung bei Westerstede

Landpartie in Burgforde am Wochenende

Offene Gartenpforte Wesermarsch

In der Blumenpracht "Piepenbrinks Hochzeit" lauschen

Ausflugstipp

Rosen-Rundtour in Ostfriesland

Tag der offenen Gärten im Jeverland

Naherholung gleich hinter dem Haus

Zweiter "Tag der offenen Gärten" in diesem Jahr

Gartentore öffnen im Ammerland für Besucher

IGS KREYENBRÜCK

Ackerdemie und Tulpenzwiebeln für Brot

Blattkäfer

Schmetterlinge

Schutz für Falter

Duftende Geranien für Kübel und Töpfe

Geringerer Verbrauch trotz Hitzewelle

OOWV ruft zum Wassersparen auf - Tipps zur Umsetzung

OOWV gibt Tipps

Wasser sparen trotz Hitzewelle - Geringer Verbrauch sichert Versorgung

FLOWER GIRLS

In kleinen Schritten zum Großprojekt Garten