IGS KREYENBRÜCK

Ackerdemie und Tulpenzwiebeln für Brot

Oldenburg - Was für ein köstlicher Abschluss der heutigen Schulgarten AG: Es gibt leckeren Kuchen und Brot mit Kräuterquark – selbstverständlich aus eigener Herstellung. „Dafür haben wir eben Rucola, Rosmarin, Schnittlauch und Petersilie geerntet“, erzählt Diana. Die Elfjährige geht in die fünfte Klasse und hilft Woche für Woche während der zweistündigen AG fleißig im Schulgarten mit. Die Beete bestellen, Unkraut jäten, den kleinen Teich sauberhalten und natürlich nach und nach die Ernte einbringen – die Schülerinnen und Schüler der IGS Kreyenbrück in Oldenburg haben allerhand zu tun und sichtlich viel Spaß dabei.

Kleines Idyll auf der Wiese

Insgesamt 400 Quadratmeter misst der eingezäunte Gartenbereich, der vor vier Jahren ins Leben gerufen wurde. „Inzwischen gibt es zwei Schul-AGs aus der fünften und der zehnten Klasse sowie einen Wahlpflichtkurs des Förderbereichs“, berichtet Dirk Lübsen, der von Anfang an dabei war und als Lehrer im Fach Naturwissenschaften selbst jede Menge Spaß am Gärtnern und natürlich auch das entsprechende Wissen mitbringt. Unterstützt wird er durch die Lehrer Uwe Fehner und Thomas Bittner. Finanzielle Hilfe gibt es zudem durch den Förderverein der Schule, beispielsweise zum Anlegen eines Brunnens zur günstigen Bewässerung, und die Stadt Oldenburg.

Umgeben ist das kleine Areal von einer Blühfläche und einer Streuobstwiese. Apfel, Birne, Pflaume und Kirsche geben sich hier ein Stelldichein und erfreuen nicht nur durch die späteren Früchte, sondern während der Blüte auch die Bienen und andere Insekten. Ganzjährig finden im Garten die verschiedensten Arbeiten statt. Das Planen und Anlegen neuer Beete im Frühjahr und im Sommer, die Pflanzzeit und Aussaat sowie die Ernte, die größtenteils nach den Sommerferien stattfindet. Aber auch im Herbst und Winter gibt es einiges zu tun, beispielsweise Sträucher und Bäume beschneiden, Insektenhotels bauen oder Reparaturen vornehmen. „Praktisches Arbeiten steht immer im Vordergrund. Das gilt auch für die Zusammenarbeit mit dem Bereich Technik.“ Eines ist Dirk Lübsen besonders wichtig: „So lange wie möglich draußen bleiben, auch im Winter.“

Vom Beet auf den Tisch

Während jetzt in den Hochbeeten bereits der Salat geerntet wird, können Salbei oder Rosmarin in der Kräuterspirale fast das ganze Jahr über gepflückt und in der Küche verwendet werden. Einiges nutzen die Mädchen und Jungen der AGs selbst für die Zubereitung, sei es für würzigen Quark oder süßen Rhabarberkompott, anderes wiederum kann mit nach Hause genommen oder der Mensa zur Verfügung gestellt werden. Auch die Schülerinnen und Schüler vom Fach Hauswirtschaft profitieren von den frischen Zutaten, wenn beispielsweise die noch sandigen Kartoffeln und knackiger Kohlrabi bei ihnen in der Schulküche landen.

Mit Tulpen Gutes tun

Was haben Tulpen und Mahlzeiten für ärmere Menschen gemeinsam? Bei der deutschlandweiten Aktion „Tulpen für Brot“ erhalten die AGs im Herbst kostenlos Tulpenzwiebeln, die sie im Schulgarten in die Erde setzen. Im Frühjahr dann werden die erblühten Pflanzen verkauft und das Geld gespendet. Dass das Engagement sehr groß ist, zeigt auch die Teilnahme am mehrfach ausgezeichneten Bildungsprogramm Gemüseackerdemie. Das unter anderem von der AOK unterstütze Angebot stellt unter anderem Saatgut und Jungpflanzen zur Verfügung. Außerdem gibt’s zahlreiche Pflanztipps. Und auch außerhalb des eigentlichen Schulgartens finden spannende und lehrreiche Aktionen statt, beispielsweise das Anbringen von Mauerseglerkästen am Gebäude. Dies geschah in Kooperation mit dem Nabu.

Arbeitskreis Schulgarten unterstützt in Oldenburg

Dirk Lübsen koordiniert in Oldenburg auch den Arbeitskreis Schulgarten. Schulen, die bereits einen Schulgarten besitzen oder planen, einen Schulgarten anzulegen, können sich im Arbeitskreis Schulgarten informieren und austauschen. Bei Interesse am Arbeitskreis melden Sie sich gerne beim RUZ unter ruz@stadt-oldenburg.de.

 

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