Sonnenblumen in Phiesewarden

Selbstbedienung für Bienen und Menschen

Phiesewarden - Es summt und brummt auf der Weide. Und es herrscht reger Flugverkehr. Ina Francksen-Geil liebt diese Geräuschkulisse. Am Dorfrand von Phiesewarden, dort, wo die Dritte-Bult-Straße zur grau-gepflasterten Rumpelpiste wird, haben Bienen und Hummeln das Kommando übernommen. Ina Francksen-Geil wohnt direkt gegenüber. Sie hat das Insektenparadies angelegt. Die Frühblüher unter der Sonnenblumen prahlen mit ihren Blüten, die jetzt im feurigen Orange um die Wette leuchten. Das finden nicht nur Ina Francksen und viele Phiesewarder wunderschön. Auch die Insekten fliegen drauf.

Nicht nur für die fleißigen Nektarsammler hat die Nordenhamerin im April die Samen ausgesät. Bei Ina Francksen-Geil gibt’s Sonnenblumen zum Selbstpflücken. Was im Erdbeergeschäft längst gang und gäbe ist, soll sich nun auch in Phiesewarden bewähren. Nur eben nicht mit Erdbeeren, sondern mit Sonnenblumen – und später, wenn auch sie ihre volle Pracht zur Geltung bringen, mit Gladiolen.

Drei Sorten

5000 Sonnenblumen hat Ina Francksen-Geil ausgesät: drei Sorten, die zu unterschiedlichen Zeiten blühen. Die mit dem orangefarbenen Blütenkranz sind während der heißen Tage in der vergangenen Woche förmlich explodiert, erzählt die Nordenhamerin. Bei einer weiteren Sorte, die in einem etwas dezenteren Gelb daherkommt, werden sich demnächst die Blüten öffnen. Von den Spätblühern werden vermutlich nur wenige dieses Stadium erreichen. Wildgänse, Tauben, Möwen und viele weitere Vögel sind über die Samen hergefallen. Ina Francksen-Geil ist gelegentlich mal rüber aufs Feld gegangen, um das Federvieh zu vertreiben. Aber das war vergebliche Liebesmüh. Und überhaupt: „So ist das eben, das ist Natur“, sagt sie ohne Groll.

Zusätzlich zu den Sonnenblumen hat die Phiesewarderin 5000 Gladiolen-Zwiebeln gepflanzt. Inzwischen recken sie ihre grünen Hälse eine Ellenlänge aus der Erde. Auch hier wird’s mit der Blüte nicht mehr lange dauern. Nebenan leuchtet ein reines Bienenbüfett mit Phacelia, Klee und Raps. In Nordenham und Butjadingen haben Ina Francksen-Geil und ihr Mann Christian auf insgesamt 45 Hektar Land Blühwiesen angelegt – reichlich Futter für Bienen und andere Insekten.

Selbstbedienung

Aber auch die Nordenhamer sollen etwas von der Blütenpracht haben. Sie können sich selbst bedienen. Am Eingang zum Sonnenblumenfeld hängt ein Geldbehälter. Wer einen Euro in den Schlitz steckt, kann sich eine Sonnenblume abschneiden. Messer liegen bereit.

Ina Francksen-Geil ist mit ihrem Mann Christian vor einem Jahr an den Ortsrand von Phiesewarden gezogen. Vorher haben sie einen landwirtschaftlichen Betrieb in Coldewärf geführt. Den hat inzwischen Sohn Christoph übernommen. Ihr Haus in Phiesewarden haben sie aufwendig hergerichtet. Aus der großen Scheune nebenan soll einmal ein Hofcafé mit Hofladen werden. Es gebe schon Interessenten, die das betreiben wollen. Aber die notwendigen Genehmigungen stehen noch aus.

 

Blaulicht-Ticker

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