Friesland Kliniken Varel

„Kaisergeburt“ ermöglicht Geburtsgefühl bei Kaiserschnitt

Varel - Das Erlebnis der Geburt ist für Mütter ein prägender Moment. Damit auch Schwangere, die auf einen Kaiserschnitt angewiesen sind, den Moment, in dem ihr Kind das Licht der Welt erblickt, besser mitbekommen, bietet die Frauenklinik der Friesland Kliniken am St.-Johannes-Hospital in Varel nun die so genannte „Kaisergeburt“ an. So soll den werdenden Eltern die Möglichkeit gegeben werden, aktiv an der Geburt des Kindes mitzuwirken.

Die meisten Schwangeren wünschen sich eine natürliche Geburt, sagt Ute Kopperschmidt von den Friesland Kliniken. Dennoch würde fast jede dritte Frau in Deutschland mit einem Kaiserschnitt entbinden. In der Regel liegen dafür medizinische Gründe vor. Als Alternative zum Kaiserschnitt bietet die Frauenklinik der Friesland Kliniken am St.-Johannes-Hospital Varel nun die Kaisergeburt an. Dabei ziehen die Geburtshelfer den Sichtschutz, kurz bevor das Baby herausgehoben wird, zur Seite.

Vor dem Blick auf den offenen Bauch, der normalerweise bei einem Kaiserschnitt durch das sterile Tuch abgedeckt wird, brauchen sich werdende Eltern nicht zu fürchten. Die Operationswunde ist nur ein kleiner Schnitt von rund 15 Zentimetern und eher unblutig, so Kopperschmidt. Außerdem schränke der Babybauch die Sicht immer noch ein. Erfolgreich praktiziert werde die Kaisergeburt auch an der Charité Berlin.

Vermissen Geburtserlebnis

„Wir wissen aus Gesprächen, dass viele Frauen und auch deren Partner nach einem Kaiserschnitt das echte Geburtserlebnis vermissen. Oft brauchen sie einige Zeit, bis sie begreifen, dass der Säugling neben ihnen wirklich ihr eigenes Kind ist. Auch, wenn die Kaisergeburt keine Spontangeburt ersetzt, kann sie ein guter Kompromiss zum unpersönlicheren Kaiserschnitt in steriler Atmosphäre sein“, sagt Dr. Christoph Reiche, Chefarzt der Frauenklinik. Trotzdem ist es für die Mutter und ihren Geburtsbegleiter ein besonderes Erlebnis, wenn sie sehen, wie das Baby mit dem Köpfchen zuerst zur Welt kommt. Wenn der Vater möchte, kann er die Nabelschnur durchtrennen.

Gelegenheit zum Bonding

Möglichst sofort wird das Baby der Mutter im Anschluss auf die Brust gelegt. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Mutter und Kind direkt nach der Entbindung von körpereigenen Hormonen wie dem „Kuschelhormon“ Oxytocin geradezu überschwemmt werden. Der Säugling nimmt nicht nur den bereits vertrauten Herzschlag und die Stimme seiner Mutter wahr, sondern auch ihre Körperwärme und ihren ganz besonderen Duft. Dieser Haut-zu-Haut-Kontakt fördert das sogenannte Bonding. Damit gemeint ist die Entwicklung einer engen Bindung zwischen Mutter und Kind, die dem kleinen Menschen ein Gefühl von Sicherheit und Urvertrauen gibt. „Wir haben festgestellt, dass die Kaisergeburt bei den Müttern nicht nur das Stillen erleichtert, sondern dass sie sich auch schneller erholen. Sie sind weniger schmerzempfindlich und emotional ausgeglichener“, sagt Dr. Reiche.

Die OP-Risiken bei der „Kaisergeburt“ sind nicht größer als bei einem normalen Kaiserschnitt, so Ute Kopperschmidt. Aber es bleibt ein chirurgischer Eingriff und ist nur möglich, wenn kein Notkaiserschnitt durchgeführt werden muss.

 

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