Helios-Klinik Wesermarsch

Gute Heilungschancen bei Hodenkrebs

Esenshamm - Die Nachricht hat aufgeschreckt: Der von Borussia Dortmund gerade erst verpflichtete Stürmer Sébastien Haller ist erst 28 Jahre alt und hat Hodenkrebs. Die Helios-Klinik Wesermarsch nimmt den Fall zum Anlass, um auf die Behandlungsmöglichkeiten hinzuweisen. „Der Tumor trifft meist jüngere Männer im Alter zwischen 25 und 45 Jahren, ist aber zum Glück gut behandelbar, wenn er früh erkannt wird“, sagt der Chefarzt der Klinik für Urologie, Dr. Hans Schmid.

In Deutschland erkranken jährlich rund 4000 Männer an diesem Tumor. Hans Schmid ist auf die Behandlung von Hodenkrebs spezialisiert. „Hodenkrebs ist ein eher seltener Tumor, der sich in den Keimzellen der Hoden meist bei jüngeren Männer entwickelt. In den meisten Fällen ist nur ein Hoden betroffen. Die Heilungschancen liegen bei nahezu 100 Prozent, wenn der Tumor frühzeitig diagnostiziert und nach modernen, leitliniengerechten Methoden behandelt wird.“

Symptome

Typische Symptome sind ein einseitiges schmerzloses Anschwellen oder eine Verhärtung des Hodens, die sich durch Abtasten erkennen lässt. Zudem kann es zu einem Ziehen im Hoden oder in der Leiste und kleinen Knoten im Hoden kommen. Zur Früherkennung sollten Männer daher regelmäßig ihre Hoden untersuchen.

Die Symptome müssen jedoch nicht unbedingt auf Hodenkrebs hindeuten. Schmerzen und Schwellungen treten auch bei gutartigen Erkrankungen wie einer Nebenhodenentzündung auf. „Um die Ursache der Symptome zu klären, sollte man unbedingt einen Urologen aufsuchen. Die meisten Hodentumore sind bösartig und verlaufen ohne Behandlung tödlich“, sagt Hans Schmid. Bei fortgeschrittener Erkrankung können eine Vielzahl weiterer Beschwerden hinzukommen wie Übelkeit, Knochenschmerzen oder Rückenschmerzen infolge einer Vergrößerung der Lymphknoten im hinteren Bauchraum.

Diagnose

„Am Anfang steht die körperliche Diagnose, also das Abtasten des Hodens durch den Urologen. Dann folgt eine Ultraschalluntersuchung. Das Blut wird auf mögliche Tumormarker untersucht“, so Hans Schmid. „Die letzte Gewissheit erhalten wir durch die Entnahme einer Gewebeprobe aus dem Hoden, eine so genannte Biopsie. Erst dann wissen wir, ob ein bösartiger Tumor vorliegt.“

Behandlung

Wie der Urologe weiter mitteilt, ist die Wahl der Therapie abhängig von der Art des Tumors und dem Erkrankungsstadium. Für die Behandlung stehen Operation, Chemotherapie und Strahlentherapie zur Verfügung. Weitere Untersuchungen seien erforderlich, um festzustellen, ob Lymphknoten befallen sind oder sich Metastasen im Körper gebildet haben. Eine akribische Nachsorge nach der anfänglichen Therapie sei unbedingt notwendig, so Hans Schmid.

Impotenz, Unfruchtbarkeit oder eine Beeinträchtigung des sexuellen Empfindens treten bei der einseitigen Hodenentfernung nicht auf, weil der gesunde Hoden in der Regel alle Funktionen übernimmt, teilt der Urologe weiter mit. „Werden beide Hoden abgenommen, ist ein Ersatz des männlichen Geschlechtshormons mit Medikamenten erforderlich. Müssen zusätzlich Lymphknoten im Bauchraum entfernt werden, dann hat das zwar auf die Potenz keinen Einfluss, die Ejakulationsfähigkeit kann jedoch verloren gehen und damit auch die Zeugungsfähigkeit.“ Daher wird vor der Operation zu einer Samen-Aufbewahrung geraten. Nach einer operativen Hodenentfernung kann eine Hodenprothese eingesetzt werden.

 

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