Weniger Blutspenden in der Urlaubssaison

Ostfriesischen Kliniken gehen Blutkonserven aus

Ostfriesland - Die Urlaubssaison und die hohen sommerlichen Temperaturen wirken sich auf die Blutspende aus. Wie Markus Baulke, Pressesprecher beim DRK-Blutspendedienst NSTOB, auf Nachfrage unserer Zeitung sagte, ist die Zahl der Spenden in den vergangenen zwei Wochen um zehn Prozent zurückgegangen. „Viele Spender fliegen jetzt in den Urlaub und bei der Hitze haben viele auch keine Lust, bei der Blutspende zu sitzen, sondern gehen lieber schwimmen oder Eis essen“, sagte Baulke im Gespräch. Zuletzt sei die Spendenbereitschaft im Juni 2021 extrem eingebrochen. Wir haben nachgefragt, welche Auswirkungen diese Entwicklung auf die hiesigen Krankenhäuser hat.

Spendenbereitschaft mit fünfter Corona-Welle nochmal eingesackt

Laut Baulke bewegt sich die Zahl der Blutspenden schon länger auf einem eher geringen Niveau. Im Sommer vergangenen Jahres konnten Menschen erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie wieder vielfältige Freizeitangebote nutzen, was dazu führte, dass die Zahl der Spenden rückläufig war. „Bis zu dem Zeitpunkt war die Spendenbereitschaft während der Pandemie sehr groß“, betonte der Pressesprecher. Erneut eingesackt sei die Bereitschaft dann mit der fünften Corona-Welle, da die Hygienemaßnahmen wieder hochgefahren wurden. „Und seitdem zieht sich das so hin“, sagte Baulke. Der DRK-Blutspendedienst versucht nun, mit Sonderaktionen, wie beispielsweise Antigentesten, für die Blutspende zu werben. „Von den Antigentests haben wir aktuell noch einen Puffer an Blutkonserven, dennoch lagen wir in den letzten zwei Wochen um zehn Prozent bei den Spenden zurück“, so Baulke.

Angst vor der Nadel

Gleichzeitig verzeichnet der Blutspendedienst bei jedem Ortstermin eine Neuspenderquote von zehn Prozent. „Allerdings ist es schwierig, die Leute davon zu überzeugen, nach der Erstspende nochmal wiederzukommen.“ Häufig sei die Angst vor der Nadel einfach zu groß, hat der Pressesprecher beobachtet. Und dabei ist es wichtig, dass es eine regelmäßig hohe Teilnehmerzahl bei den Blutspendeterminen gibt, denn: „Die meisten Blutkonserven werden für die Krebstherapie benötigt“, sagte Baulke. Doch auch für Operationen brauchen die Kliniken viele Konserven.

Das sagt die Trägergesellschaft Aurich-Emden-Norden

Wie Annika Weigelt, Pressesprecherin der Trägergesellschaft Kliniken Aurich-Emden-Norden, auf Nachfrage unserer Zeitung sagte, ist der Bedarf an Blutkonserven in allen drei Krankenhäusern aktuell gedeckt. „In der Sommerzeit, gerade auch in der Pandemiephase, kommt es gelegentlich zu Engpässen bei Blutgruppen, insbesondere mit dem Rhesusfaktor negativ. Die Versorgung von Notfallpatienten und von Patienten mit lebensbedrohlichen Krankheitsbildern auch mit diesen Blutgruppen ist aber weiterhin sichergestellt“, so Weigelt. Sollte es zu größeren Engpässen kommen, könne es allerdings passieren, dass nicht-lebensbedrohliche Operationen – wie der Einsatz von künstlichen Knie- oder Hüftgelenken – verschoben werden.

Das sagen die Leeraner Kliniken

Auch das Borromäus-Hospital in Leer sagte, dass es während der Pandemie zwischenzeitlich Engpässe gab, aktuell aber kein Mangel an Blutkonserven besteht. „Derzeit können alle Patienten problemlos behandelt werden“, sagte Pressesprecherin Tanja Henschel. Ähnliches berichtet auch das Leeraner Klinikum: Laut Pressesprecherin Tina Schmidt herrscht derzeit kein Engpass an Blutkonserven und es müssen auch keine Operationen verschoben werden.

 

Blaulicht-Ticker

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