Neues Virus auf dem Vormarsch

Affenpocken in Ostfriesland – bislang nur ein Verdacht

Ostfriesland - Etwa 2400 identifizierte Fälle von Affenpocken gab es laut dem Robert-Koch-Institut bis zum 4. August in Deutschland – die Dunkelziffer dürfte noch deutlich höher liegen. Die Infizierten kommen aus allen 16 Bundesländern und den allermeisten Regionen Deutschlands. Bislang ist Ostfriesland allerdings von dem Virus verschont geblieben. Im Landkreis Aurich gab es laut eines Pressesprechers im Mai einen Verdachtsfall, der sich allerdings nicht bestätigt hat. Im Kreis Leer und der Stadt Emden gab es ebenfalls keine Fälle. Doch das kann sich jederzeit ändern – deshalb gibt es hier die Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Frage: Was sind die Affenpocken überhaupt und welche Symptome gibt es?

Bei Affenpocken handelt es sich um eine Virusinfektion, die durch enge Kontakte, aber auch Tröpfchen von Mensch zu Mensch übertragen wird. Laut des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erfolgt eine Ansteckung zum Beispiel dann, wenn Personen mit Körperflüssigkeiten oder dem Inhalt von Bläschen und anderen Hautveränderungen in Berührung kommen. Gerade in den für Affenpocken typischen Hautveränderungen ist die Viruslast besonders hoch. Aber auch eine Infektion über Tröpfchen ist laut BMBF möglich. Diese kann sogar schon im frühen Stadium auftreten, wenn unspezifische Symptome wie Fieber-, Kopf-, Muskel oder Rückenschmerzen vorliegen und noch keine Auffälligkeiten auf der Haut zu beobachten sind.

Frage: Wie verläuft die Erkrankung?

Im Regelfall löst die Infektion bei Menschen eine „milde, pockenähnliche Erkrankung aus“, wie das BMBF schreibt. Typische Symptome sind Fieber-, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen, aber auch geschwollene Lymphknoten, Frösteln und Abgeschlagenheit können auftreten. Charakteristisch und namensgebend für die Affenpocken, die ursprünglich bei Menschenaffen auftraten und auf Menschen übertragen wurden, sind teils schmerzhafte Veränderungen der Haut: „Diese durchlaufen die Stadien vom Fleck bis zur Pustel, verkrusten letztlich und fallen dann ab“, schreibt das BMBF. Eine Vielzahl Infizierter erholt sich binnen weniger Wochen wieder vollständig, in seltenen Fällen verläuft die Erkrankung aber auch tödlich. Laut des BMBF stirbt in unbehandelten Fällen einer von zehn Erkrankten.

Frage: Wer ist besonders gefährdet?

Laut des Robert-Koch-Instituts gelten homosexuelle, erwachsene Männer als besonders risikobehaftet, aber mittlerweile gibt es auch erste Fälle bei Frauen und Jugendlichen.

Frage: Wie schütze ich mich?

Um sich vor dem Affenpocken-Virus zu schützen, sollte man bei sexuellen Kontakten Kondome nutzen. Zudem sollte man generell engen Hautkontakt vermeiden und die Deutsche Aidshilfe rät, beim Sexualverkehr keine Gegenstände, beispielsweise Sexspielzeuge, zu teilen. Zudem werde das Infektionsrisiko auch dadurch gesenkt, indem man Kontakt mit Gegenständen und Textilien vermeidet, die länger mit Hautveränderungen von Erkrankten in Berührung waren. Auch sollte man penibel auf mögliche Hautveränderungen bei sich und anderen achten und im Zweifel auf Körperkontakt verzichten.

Frage: Kann man sich gegen die Affenpocken impfen lassen?

Ja, mittlerweile ist das möglich. Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Affenpocken-Impfung, die in den Niederlanden beispielsweise in ehemaligen Corona-Impfzentren durchgeführt wird, Risikogruppen. Dazu zählen Personen, die engen körperlichen Kontakt zu Infizierten hatten, homosexuelle Männer mit wechselnden Sexualpartnern und das Personal in Laboratorien, die mit infektiösen Laborproben arbeiten. Im Landkreis Aurich selbst ist momentan eine Impfung gegen das Affenpocken-Virus nicht möglich, dies wird derzeit über eine Schwerpunktpraxis mit Sitz in Oldenburg durchgeführt. Nähere Informationen erhalten Interessierte über das Kreis-Gesundheitsamt.

 

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