Biologische Schutzgemeinschaft in Wardenburg

Tipps gegen Dürre in den heimischen Gärten

Wardenburg/Landkreis - Hitzewellen und Trockenperioden machen nicht nur den Menschen zu schaffen, sondern vor allem den Tieren und Pflanzen in Gärten mit leichten, wasserdurchlässigen Böden. Zu geringe Niederschläge verhindern eine hinreichende Wasserhaltung im Sandlückensystem. Die Folge: Der Oberboden ist schon nach wenigen Zentimetern vollkommen ausgetrocknet. Dass darauf einige wildlebende Tiere sehr empfindlich reagieren, darauf macht die Biologische Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems (BSH) mit Sitz in Wardenburg aufmerksam. „Vielen Tieren geht die ohnehin schon knappe Nahrung immer weiter aus“, sagt BSH-Vorsitzende Christiane Lehmkuhl. „Arten, die noch vor wenigen Jahren selbstverständlich zu unseren Gärten gehörten, verabschieden sich.“

Welche Tiere sind besonders betroffen?

So höre und sehe man früher noch häufig anzutreffende Vogelarten wie Gartenrotschwanz, Hänfling, Star, Gimpel sowie Feldsperling in Hausgärten immer seltener. Andere Arten wie Gelbspötter, Nachtigall, Wendehals oder Gartengrasmücke seien vielerorts bereits ganz verschwunden. „Der Verlust der Artenvielfalt kommt für jeden wahrnehmbar in unseren Hausgärten an“, so Lehmkuhl. Das werde leider auch nicht dadurch kompensiert, dass einige Arten wie Kleiber oder Mönchsgrasmücke in ihrem Bestand zunehmen würden.

Was bewirkt die allgemeine Dürre im Garten?

Besonders auffällig ist das Verschwinden von Organismen, die Feuchtigkeit benötigen, wie zum Beispiel Regenwürmer oder Larven von Schnaken und Schmetterlingen. Das bedeutet, es fehlen genau die Arten, die am Anfang der Nahrungsketten stehen. Als Gartenbesitzer, der den Gesang der Vögel vermisst, sollte man daher alles daransetzen, genau diese Nahrungsorganismen zu fördern.

Was kann der Gartenbesitzer konkret tun?

So viel Niederschlagswasser wie möglich ist auf dem Grundstück zurückhalten, und das wenige Dachwasser darf nicht in die Oberflächenkanalisation abgeleitet werden, sondern sollte über Auffangfässer oder Teiche auf dem Grundstück verrieseln können, rät die Biologische Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems. Auf diese Weise feucht gehaltene Bereiche im Garten kann man anschließend mit regenwurmreichem Kompost „beimpfen“, so dass nach und nach die Zahl der Nahrungsorganismen zunimmt. Auf diese Weise lässt sich das Nahrungsangebot nicht nur für Vögel, sondern auch für insektenfressende Spitzmäuse, Maulwürfe oder für Amphibien und Kriechtiere erhöhen. Denn gerade zu Zeiten der Jungenaufzucht ist zum Beispiel auch bei Amseln tierische Kost unbedingt vonnöten.

 

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