Zu wenig Spenden

Ammerland-Klinik bekommt seit Wochen weniger Blut als bestellt

Ammerland - In Deutschland wird zu wenig Blut gespendet. In den vergangenen Wochen breitete sich die geringe Spendenbereitschaft zu einem massiven Problem aus. Der DRK-Blutspendedienst NSTOB (Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Oldenburg und Bremen) spricht selbst von einem akuten Mangel. Spürbar ist das auch im Ammerland, wie eine Nachfrage dieser Redaktion zeigte.

Bestände reduziert

In der Ammerland-Klinik kommen nämlich seit Wochen meist nicht die bestellten Mengen an Blutkonserven an, wie der Medizinische Geschäftsführer des Krankenhauses, Dr. Peter Ritter, mitteilt. „Wir bestellen von Montag bis Freitag täglich und können in dringenden Notfällen beim Blutspendedienst Oldenburg nachbestellen. Jedoch merken auch wir, dass die Bestände seit Wochen reduziert sind“, so Ritter. Direkte Folgen für die Patienten hatte das aber noch nicht. „Bislang mussten keine Operationen verschoben werden. Notfälle werden grundsätzlich versorgt“, versichert Ritter. Das bedeutet aber nicht, dass die aktuelle Lage für die Klinik entspannt ist, das macht auch der Medizinische Geschäftsführer deutlich: „Falls sich die Situation weiter zuspitzen sollte, könnte es dazu kommen, dass planbare Operationen verschoben werden müssen.“ Dennoch hofften die Klinik-Mitarbeiter, dass die Bevölkerung, auch durch die aktuelle Aufbereitung der Situation in den Medien, verstärkt wieder Blut spenden und die Spendenbereitschaft ansteige.

Wie viele Blutkonserven täglich in dem Krankenhaus benötigt werden, sei unterschiedlich, erklärt Ritter weiter. „Dies hängt unter anderem davon ab, ob und wie viele Notfälle, zum Beispiel Schwerverletzte nach Verkehrsunfall, in die Klinik kommen oder auch davon, welche Operationen durchgeführt werden.“ Nicht für jede Operation benötige man von vornherein Blutkonserven. Planbar sei der Bedarf und Verbrauch somit nur bedingt. „Für alle Blutgruppen wird oder soll aber eine Mindestanzahl an Konserven im Blutdepot des Klinikzentrums vorgehalten werden, um eine zügige Versorgung zu gewährleisten“, so Ritter. Wenn es tatsächlich dazu kommen sollte, dass Operationen verschoben werden müssten, geschehe das jedoch unabhängig von der Blutgruppe.

Spende in Apen

Dass die Spendenbereitschaft nicht überall gering ist, das zeigten Termine in der Gemeinde Apen. Anfang der Woche konnte sowohl in Apen als auch in Augustfehn Blut gespendet werden. Es lief „sehr erfolgreich“, wie Hans-Jürgen Meyer, Leiter der DRK-Bereitschaft Apen, sagte. Fast 300 Spender kamen. Sogar einige, die seit langer Zeit nicht mehr dabei waren und einige Erstspender. Ein gutes Zeichen, findet Meyer. Er und seine ehrenamtlichen Kolleginnen und Kollegen leisten viel für solch einen Spendentag. „Das sind acht Stunden mit Aufbau und Nachbereitung“, sagte Meyer. Umso erfreulicher sei es, wenn das dann gut genutzt wird. „Ich danke da natürlich meinem Team“, sagte er. Eine Belohnung gab es für die Spender auch: Ein leckeres Eis. Dann lohnt sich die Spende besonders – und auf der anderen Seite freuen sich der Blutspendedienst und die Klinik, weil der Engpass dann vielleicht bald vorbei sein könnte.

 

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