Gaarn op Platt

Een Goorner springt geern in dat kole Water

Bi de Arbeit in‘n Gaarn oder ok bi dat Arbeiten in een Goorneree bliffst du, dat is bekannt, up‘n Damm; man dor is Ole Janßen ut Wilhelmshaven nich mit tofräden. He is bi „Kung Fu“ un bi „Tai-Chi“ dor ok noch aktiv mit bi, un bavento geiht he‘n paarmaal in‘e Week na de Noordsee un swemmt sine Runnen. Awer dat is nich bloots an‘n Sommerdag; ok in de Wintertiet – dat is meist nich to glöven – jumpt he in‘t Water. Liekveel wecke Temperatur dat Water hett. „Denn sünd dat awer faken bloots‘n paar Minuten, in de ik in dat Water bün. Een dull Geföhl“, seggt Ole Janßen mit‘n Smustern. Al in dat Öller van veer Johrn hett he sinen Gegner up‘t Krüüz leggt, denn dat Ringen weer för em een Sport, den he besünners geern harr. „Us Naber weer Trainer, un he harr ok al minen ölleren Broor för dat Ringen wunnen“. Ole Janßen weer up‘n bannig goden Weg, un bi de jungen Lüüd is he bit to‘n Neddersassenmeister kamen. In dat Öller van 18 Johrn hett he sine Karriere as Ringer togöven. Sien Urgrootvadder Hermann Janßen harr 1911 den Grundsteen för de Goorneree Janßen in Wilhelmshaven leggt, un vandaag sünd Ole un sien Froo Sonja al de veerte Generation. „De Goorneree weer för us Kinner een groot Späälplatz vull van Abenteuern. Geev dat‘n Hopen Sand, hefft wi us foors‘n Höhl boot. Weer de Anlaag för dat Beregnen anstellt, sünd wi dor so gau as geiht döörlopen. Natt sünd wi likers wurrn“, seggt Ole Janßen mit‘n Smustern. Laterhen warkel Ole geern in den egen Familjengaarn. „Mine Öllern hefft mi maken laten, ok as ik in‘n Gaarn‘n lütten Diek anleggt heff“. Mit besünners veel Füür weer Ole dor bi de Tucht van Bonsai Bööm mit bi. Noch vandaag staht enkelde Produkte van sine Tucht in sinen Gaarn. Versteiht sik, dat de School just nich ganz baben bi em stund. „Just de lesde Tiet in dat Gymnaium broch kinen Spaaß mehr. Ik wull ja den Bedrief van mien Öllern övernehmen, un so heff ik in‘e School mit dat Fachabitur den Afsluss maakt“. Bi de Goorneree Wolff in Westerstää lehr he up Goorner mit de Richt „Zierpflanzenbau“. „Hier harr ik mien egen Kamer un weer to‘n eersten Maal för mi alleen tostännig“. Mit sien Fachabitur kunn he al na twee Johrn sien Lehrtiet to Enn bringen, un denn gung dat na Gelsenkirchen. In een Karkhoffsgorneree kunn he Gräver up Schick bringen, un he weer ok an de frische Luft. Dat gefull em best, man sine Fründin harr he geern bi sik hatt. Sonja Pietsch fung een Johr na Ole mit ehr Lehrtiet as Goornersche bi de Goorneree Wolff an. Na een Tiet harr Ole dor den Moot to un hett Sonja to‘n Eten inladen. Siet disse Tiet sünd beide een Paar un hefft nu al 28 Johr lang den Trooschien. De veer Kinner sünd nu al utwussen. Na een Johr, as dat Tohoopwesen bloots ut de Feernte mööglich weer, gung dat woller na de Heimat torüch. Ole kunn wieter in de Goorneree in Westerstää wat tolehrn un besoch achteran de Meisterschool in Rostrup. Just Meister wurrn, hulp he sine Öllern in dat Familjenunnernehmen, dat 1994 in sine Hannen keem. „Gärtnerei und Floristik Janßen“ in Wilhelmshaven is för veel Lüüd een gode Adress, wenn‘t um Blomen geiht. Nich umsünst heet de Slogan: „Ein Meer voller Blumen“. Mit Dochter Tabea is de tokamen Generation al up‘n Weg. „Ik bün bannig tofräden“, seggt Ole Janßen. Un denn is dor doch noch de Tiet to, ut‘n Alldag uttoneihn. So is he up dat Wannern in de Bargen kamen. „Ik geneet dat, ok eenmaal ganz alleen to wesen. Alleen in de Natuur, dor kann ik mi best verhalen“, verklort Ole; just so as dat een bekannten Komiker seggt hett: „Ich bin dann mal weg“.

Beten wat över Ole Janßen:

Dat Öller: 53 Ik wahn in: Wilhelmshaven Familjenstand: In fasten Hannen, veer Kinner Ik mag geern: Natuur un an‘t Water wesen Opregen do ik mi över: Klooksnackeree An‘n leevsten to äten: Gröönkohl, man ok geern Fisch Dat kummt mi nich op‘n Disch: Steekröven Dar föhr ik geern maal hen: Noordseeküst in Holland Mien Hobby: Kung Fu un Tai Chi An‘n leevsten mag ik höörn: Klassisch Musik Dat Book gefallt mi besunners goot: QualtyLand van Marc-Uwe Kling Mien gröttste Wunsch: Gesundheit för de Familje un dat dat in de Natuur bunt blifft Dat is mien Snack: Dat Leven is, as föhrst du up‘n Fohrrad. Willst du de Balance holen, muttst du di jümmer bewegen.

Übersetzung ins Hochdeutsche:

Gärtner springt gerne ins kalte Wasser

Ole Janßen ist die vierte Generation im Familienunternehmen

Gartenarbeit oder auch arbeiten in einer Gärtnerei hält bekanntlich fit, aber damit gibt sich Ole Janßen aus Wilhelmshaven nicht zufrieden. Er betreibt aktiv Kung Fu und Tai-Chi und zusätzlich geht er mehrmals in der Woche an die Nordsee und schwimmt seine Runden. Das aber nicht nur im Sommer, sondern man glaubt es kaum auch im Winter. Egal welche Temperatur das Wasser hat. „ Dann sind es aber oft nur einige Minuten, in denen ich im Wasser bin. Ein tolles Gefühl“, lächelt Ole Janßen. Schon im Alter von vier Jahren legte er seine Gegner aufs Kreuz, denn Ringen war sein Lieblingssport. „Unser Nachbar war Trainer und hatte auch schon meinen älteren Bruder vom Ringen überzeugt. Ole Janßen war sehr erfolgreich und schaffte es in der Jugend bis zum Niedersachsenmeister. Im Alter von 18 Jahren beendete er seine Karriere als Ringer. Sein Urgroßvater Hermann Janßen hatte 1911 den Grundstein für die Gärtnerei Janßen in Wilhelmshaven gelegt und heute sind Ole und seine Ehefrau Sonja bereits die vierte Generation. „Die Gärtnerei war für uns Kinder ein großer Abenteuerspielplatz. Gab es einen Haufen Sand, haben wir sofort eine Höhle gebaut. War die Beregnungsanlage an, sind wir so schnell wie möglich durchgelaufen. Nass wurden wir aber trotzdem“, schmunzelt Ole Janßen. Später arbeitete Ole gerne im eigenen Familiengarten. „Meine Eltern haben mich machen lassen, auch als ich im Garten einen kleinen Teich angelegt habe“. Eine große Leidenschaft von Ole war die Züchtung von Bonsai Bäume. Noch heute stehen einige seiner Zuchtprodukte in seinem Garten. Da war die Schule eher ein notwendiges Übel. „Gerade die letzte Zeit auf dem Gymnasium hat mir keinen Spaß mehr gemacht. Da ich den Betrieb meiner Eltern übernehmen wollte, habe ich die Schule mit dem Fachabitur abgeschlossen“. Bei der Gärtnerei Wolff in Westerstede machte er seine Ausbildung zum Gärtner in Richtung Zierpflanzenbau. „Hier hatte ich mein eigenes Zimmer und war zum ersten Mal auf mich alleine gestellt“. Mit seinem Fachabitur konnte er die Ausbildung schon nach zwei Jahren abschließen und dann ging es nach Gelsenkirchen. In einer Friedhofsgärtnerei konnte er Gräber gestalten und war zudem immer an der frischen Luft. Dieses gefiel ihm sehr gut, doch er vermisste er seine Freundin. Sonja Pietsch war ein Jahr nach Ole bei der Gärtnerei Wolff mit ihrer Ausbildung als Gärtnerin angefangen. Im Laufe der Zeit nahm sich Ole ein Herz und lud Sonja zum Essen sein. Seit dieser Zeit sind beide ein Paar und inzwischen 28 Jahre verheiratet. Die vier Kinder sind bereits erwachsen. Nach einem Jahr Beziehung auf Entfernung ging es wieder Richtung Heimat. Ole sammelte weitere praktische Erfahrung in einer Gärtnerei in Westerstede und besuchte anschließend die Meisterschule in Rostrup. Als frischgebackener Gärtnermeister unterstützte er seine Eltern im Familienunternehmen, die er dann 1994 von seinen Eltern übernahm. „Gärtnerei und Floristik Janßen“ in Wilhelmshaven ist für viele ein beliebter Anlaufpunkt, wenn es um Blumen geht. Nicht umsonst heißt der Slogan: „Ein Meer voller Blumen“. Mit Tochter Tabea steht die kommende Generation schon in den Startlöchern. „Ich bin sehr zufrieden“, sagt Ole Janßen. Und doch kommt die Zeit, da muss Ole Janßen dem Alltag entfliehen. Hierfür hat er das Wandern in den Bergen für sich entdeckt. „Ich genieße es einmal ganz alleine zu sein. Allein in der Natur, das ist für mich Entspannung“, erklärt Ole. Getreu dem Motto eines bekannten Komikers: „Ich bin dann mal weg“.

 

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