Preis für Innovative Ausbildung der NWZ

Gemeinsam ackern – Azubis der Lufa Nord-West ernten Erfolge

Oldenburg - Gemeinsam ackern – Azubis ernten Erfolge: Unter dieses Motto stellt die Lufa Nord-West (Oldenburg) ihre Bewerbung beim Preis für Innovative Ausbildung (PIA) der NWZ. Mit PIA werden Unternehmen aus dem Oldenburger Land gewürdigt, die in der Berufsausbildung mit kreativen Ideen mehr tun als üblich. Die Lufa hat sich schon mehrmals beteiligt – und arbeitet so kontinuierlich am Image als attraktiver Ausbildungsbetrieb.

Worum geht es? Die zur Landwirtschaftskammer Niedersachsen gehörende Lufa Nord-West (Lufa = Landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalt) schreibt in der Bewerbung: Ausbildungsbeginn – das bedeute oft auch erstmals eine eigene Wohnung und dass man selbst kochen müsse. Hier setzte die Lufa Nord-West an. Ernährung sei ein wichtiges Thema in der Ausbildung. Die Auszubildenden bekämen Energie für ihre Arbeit und würden zugleich aktiv am betrieblichen Gesundheitsmanagement mitwirken.

„Homeoffice Gardening“

Und das sieht so aus: In Zusammenarbeit mit der AOK Niedersachsen und deren Kooperationspartner „Ackerpause“ haben die 16 Auszubildenden des ersten Ausbildungsjahres gemeinsam acht Wochen geackert. Betreut von einer Gärtnerin und der Ernährungsberaterin des Teams Ackerpause wurden den Azubis in drei Online-Workshops u.a. Gemüseanbau, Fruchtfolgen, gesunde Ernährung und Brain Food erläutert.

Jeder Azubi bekam dann zu Beginn des Projekts „Home-Office Gardening“ einen eigenen Pflanzkasten aus Holz mit Erde, Samen und Anpflanzbeschreibung nach Hause. Zuerst musste das Beet selbst aufgebaut, befüllt und die verschiedenen Samen ausgesät werden: Radieschen, Babyspinat, Pflücksalat und Wildblumen, die am Ende des Projekts einen leckeren Wildblütensalat ergeben sollten.

Die Azubis beschäftigten sich nun täglich mit ihrem Beet und konnten zusehen, welche Fortschritte das selbst angebaute Gemüse im Pflanzkasten machte. Gießen, Unkraut zupfen und Schädlinge beseitigen waren nun Bestandteil des Alltags. Stolz blickte man auf die ersten Sprösslinge und der Ehrgeiz war geweckt, die dicksten Radieschen zu ernten. Fotos der Beete wurden ausgetauscht, über Fortschritte kommuniziert, Probleme gelöst. Alle ackerten gemeinsam auf ein prall gefülltes Beet hin.

Zusätzlich wurde in den Workshops über die Veränderung des Essverhaltens und über die Bedeutung von nachhaltig gesundem Essen gesprochen. Es entstand sogar ein internes Kochbuch. Die Teilnehmenden des Projekts konnten ihre Lieblingsrezepte mit anderen teilen. Man motivierte sich gemeinsam zu gesünderem Essen.

Bezug zur Arbeit

Ein Fazit der Lufa Nord-West: „Die Azubis haben gelernt, dass gesundes Essen nicht immer viel Kochaufwand bedeutet, welche Inhaltsstoffe gut sind und auf welche man verzichten sollte. Veranschaulicht durchs eigene Beet gewannen sie einen Einblick in den Gemüseanbau und wie mit wenig Aufwand gesunde Lebensmittel entstehen können. Als Auszubildende in einem analytischen Labor konnten sie Bezüge zur täglichen Arbeit herstellen.“

Als Lufa unterstütze man die jungen Leute so auch in ihrer Gesundheit. „Körperlich und mental fitte Auszubildende können ihren Arbeitsalltag bewältigen, einen guten Abschluss machen und so den Grundstein für ihre berufliche Karriere setzen.“

Ausbildungen bei der Lufa: Chemie-, Biologie-, und milchwirtschaftlicher Laborant/in, Fachinformatiker/in für Systemintegration.

 

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